Ein gemeinsamer Ruf nach Frieden
Friedensgebet der Gemeinde St. Maria und des „Kleiner Stern“ e. V.
Am ersten Freitag im August laden die katholische Gemeinde Kappelwindeck und der Verein "Kleiner Stern e. V. bereits seit über zwanzig Jahren zu einem Friedensgebet ein.
Die Andacht fand wieder auf dem Kirchhof vor der Nepomuk-Kapelle in statt, getragen von einer besonderen Atmosphäre der Zuversicht, trotz der oft aussichtslosen Nachrichten aus den Kriegs- und Krisengebieten der Erde. Als Lesungstext wurde eine Passage aus dem Buch des Propheten Jesaja gewählt: „Sagt den Verzagten: Seid stark, fürchtet euch nicht!“, zugleich der Leitgedanke des diesjährigen Gebets. In ihrer Ansprache betonte Diplom-Theologin Daniela Weißmann, dass Gewalt nie eine Lösung sei: „Was wir in der Ukraine, in den Staaten des Nahen und Mittleren Ostens, in den Kriegs- und Krisengebieten auf der ganzen Welt erleben, ist entsetzlich. Aber was können wir tun? Wir fühlen uns machtlos. Trotzdem sind wir zusammengekommen, um zu bitten und zu beten. Wichtig ist die persönliche Einstellung zu Leben, gerade im eigenen Umfeld“. Die persönliche Haltung zu Frieden und Gerechtigkeit zu zeigen und immer wieder um Frieden zu beten, könne eine große Aufgabe im Kleinen sein, so Weißmann.
Das Gebet umfasste neben dem Friedensgruß und einem gemeinsamen Vaterunser außerdem Friedens-Fürbitten, in denen inständiges Bitten um Frieden vor Gott gebracht wurde. Besonders betete man für Menschen, die unter Hass und Gewalt leiden, ihre Heimat verlassen müssen, verzweifelt sind und trauern, ebenso wie für politisch Verantwortliche.
Monika Schemel umrahmte die schlichte Feier einfühlsam mit Liedern des Friedens und der Hoffnung. Zum Abschluss erhielt jeder Teilnehmer ein kleines Gebetsbildchen als Erinnerung und Anregung zum persönlichen Gebet.
