Im letzten Sonntagsgottesdienst vor den Sommerferien war „Aussendungsgottesdienst“. Ausgesendet werden alle, die an einem unserer Ferienlager teilnehmen, aber auch diejenigen, die in Urlaub fahren oder auch zu Hause bleiben. Und das Trampolin hatte mit dem Thema des Gottesdienstes zu tun, das „Auf und Ab und Auf“ hieß.
Gemäß dieses Mottos begann der Gottesdienst mit einer kleinen Fitness-Einheit: Arme hoch, runter, hoch. Daumen hoch, runter, hoch. Mundwinkel hoch, runter, hoch. Das Thema wurde auch spürbar bei der Lesung, die jeweils von der Empore (Auf) und aus dem Mittelgang (Ab) von Lagerleitern gelesen wurde. Auch das Evangelium vom Gang des Petrus übers Wasser hatte damit zu tun. Denn Petrus wagt sich aufs Wasser (Auf), säuft beinahe ab (Ab), und wird von Jesus wieder hochgezogen (Auf). Und geht’s nicht auch im Leben und auf dem Trampolin so zu? Nach Highlights folgt meist die Ernüchterung und nach einem hohen Sprung zieht dich die Schwerkraft wieder nach unten.
Aber das letzte Wort in unserem Glauben hat das „Auf“, und es steckt sogar im wichtigsten Wort unserer Religion: „Auf-Erstehung“. Mit dieser Hoffnung oder Gewissheit lassen sich die Höhenflüge noch besser genießen, auch die Ferien oder das Bonitöpfel nach dem Gottesdienst, bei dem es leckere „Älpler Makronen“ gab, und das alle mit nach oben gezogenen Mundwinkeln (Auf) in die Ferien entließ.
Dominik Frey