„Gwihenne Kräutersträuße“
Traditionelles Wihennebinden zu Mariä Himmelfahrt
Tradition im Gemeindeteam St. Maria Kappelwindeck: Am Mariä Himmelfahrt-Wochenende bot das Team wieder ein gemeinsames Kräutersträuße-Binden an.
Im Mehrzweckraum des Gemeindehauses trafen sich einige Interessierte, um gemeinsam die Wihenne zu binden, eine Tradition, die seit Generationen das Fest begleitet. Wie die Erzählung rund um Mariä Himmelfahrt besagt, befand sich nach dem Tod Mariens an der Stelle, wo Maria gelegen hatte, einst duftende Kräuter und Blumen, der eigentliche Leichnam habe gefehlt. Aus dieser Legende wird die Segnung der Kräuter an diesem Tag abgeleitet.
Für die diesjährige Aktion wurden wieder Kräuter und Blumen im ganzen Ort gesammelt, in Gärten, auf Wiesen und am Waldrand waren Kräuter wie Johanniskraut, Goldrute, Melisse, Thymian, Salbei, Minze, Schafgarbe, Engelshaar und Blutströpfle zu finden. Gemeinsam konnte jeder seinen eigenen Strauß binden, indem die gesammelten Kräuter einfach miteinander geteilt wurden.
Feinster Kräuterduft schwebte dann am Sonntag in der Kirche: In der Sonntagsmesse am 16. August wurden die Kräutersträuße in St. Maria von Pater Emmanuel Suntheni OSB gesegnet. Der Willkommensdienst des Gemeindeteams verteilte zu Beginn des Gottesdienstes passend zur Kräuterweihe den Text „Sommersegen“ zusammen mit Kräuterbonbons und Kräuterteebeutel. Damit auch nach der Messe weiterhin Sträuße an diejenigen abgegeben werden können, die nicht mehr selbst auf Kräutersuche gehen können oder keine Gelegenheit dazu hatten, wurden zusätzliche Sträuße gebunden, die nach dem Gottesdienst mitgenommen werden konnten. Der Erlös aus dem Verkauf der Sträuße fließt erneut an den Verein „Kleiner Stern“ e. V. und damit an das Caritas-Baby-Hospital in Bethlehem.



