Marienkapelle
Marienkapelle am Friedhof in Sandweier
Die kleine Kapelle an der Ecke Iffezheimer Straße / Oberfeldstraße wurde in den Jahren 1888 bis 1890 als „Kapelle der schmerzhaften Gottesmutter“ im neugotischen Stil errichtet. Am 15. August 1890 wurde sie feierlich durch Dekan Franz Xaver Lender aus Sasbach unter großer Beteiligung der Bevölkerung und zahlreicher Ehrengäste eingeweiht.
Erbaut wurde die Kapelle vom Freiburger Architekten Carl Hörth in der Amtszeit von Pfarrer Freiherr Rink von Baldenstein (1883 - 1889) auf Bitten der beiden Schwestern und Stifterinnen Justina und Elisabeth Burkart aus Sandweier.
Erbaut wurde die Kapelle vom Freiburger Architekten Carl Hörth in der Amtszeit von Pfarrer Freiherr Rink von Baldenstein (1883 - 1889) auf Bitten der beiden Schwestern und Stifterinnen Justina und Elisabeth Burkart aus Sandweier.
Als „Gottesacker-Kapelle“ trägt das kleine Kirchlein im winzigen Turm das Armsünder-Glöckchen, welches noch heute die Verstorbenen auf dem letzten Weg zur Grabstätte mit seinem Läuten begleitet.
Über der Tür ist ein Steinrelief angebracht mit der Darstellung des auferstandenen Jesus Christus, die österliche Siegesfahne in der linken Hand, die Rechte zum Segnen erhoben.
Über der Tür ist ein Steinrelief angebracht mit der Darstellung des auferstandenen Jesus Christus, die österliche Siegesfahne in der linken Hand, die Rechte zum Segnen erhoben.
Ursprünglich befand sich über dem Altar eine Darstellung Marias als Mater Dolorosa (Schmerzensmutter) mit dem Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Jesus Christus (Pieta-Figur).
Die sechs Fenster waren mit kunstvollen Glasfenstern des Offenburger Glasmalers Eugen Börner (1855 - 1942) versehen. Diese sechs alten Kapellenfenster zeigen Heilige, welche als Patrone der Pfarrei und einzelner Stifter gelten: Hl. Walburga, Hl. Katharina von Alexandrien, Sel. Markgraf Bernhard von Baden, Hl. Josef, Hl. Maximilian von Cilli und Hl. Franz von Assisi.
Die sechs Fenster waren mit kunstvollen Glasfenstern des Offenburger Glasmalers Eugen Börner (1855 - 1942) versehen. Diese sechs alten Kapellenfenster zeigen Heilige, welche als Patrone der Pfarrei und einzelner Stifter gelten: Hl. Walburga, Hl. Katharina von Alexandrien, Sel. Markgraf Bernhard von Baden, Hl. Josef, Hl. Maximilian von Cilli und Hl. Franz von Assisi.
Eine wesentliche Umgestaltung erfuhr die Kapelle im Jahr 1940 durch Pfarrer Emil Meier, einem Anhänger der damals noch jungen Schönstatt-Bewegung. Angesichts des Krieges empfahl er die Sandweierer Pfarrei der „Dreimal wunderbaren Mutter“ und gestaltete die Kapelle als Gebetsstätte der Schönstatt-Bewegung. Anstelle der Pieta, die nun ihren Platz bei den Gefallenen-Gedenktafeln in der Pfarrkirche fand, ließ er ein Gnadenbild der Muttergottes von Schönstadt anbringen. Die bunten Glasfenster wurden, auch zum Schutz vor Kriegsschäden, entfernt und durch helle Scheiben ersetzt.
Im Jahr 1983 wurde die Kapelle unter Pfarrer Josef Keller neu renoviert. Über dem Altar hängt seitdem ein von Baldur Burkart gemaltes neues Gnadenbild in der typischen achteckigen Form. Neben einem neuen Gestühl wurden für die Marienkapelle vor allem sechs neue, bunte Glasfenster dank zahlreicher Spenden angeschafft. Sie wurden von Andreas Linnenschmidt, Glaskunst Baden-Baden-Steinbach, hergestellt.
Die heutigen Glasfenster zeigen sechs Stationen aus dem Leben Marias:
- Die Verkündigung der Geburt Jesu durch den Engel Gabriel
- Der Besuch der schwangeren Maria bei ihrer Verwandten Elisabeth (Heimsuchung)
- Die Geburt Jesu (Weihnachten)
- Jesu machtvolles Zeichen bei der Hochzeit in Kana
- Maria unter dem Kreuz Jesu
- Maria im Kreis der Apostel am Pfingstfest
- Die Verkündigung der Geburt Jesu durch den Engel Gabriel
- Der Besuch der schwangeren Maria bei ihrer Verwandten Elisabeth (Heimsuchung)
- Die Geburt Jesu (Weihnachten)
- Jesu machtvolles Zeichen bei der Hochzeit in Kana
- Maria unter dem Kreuz Jesu
- Maria im Kreis der Apostel am Pfingstfest
Die alten Glasfenster aus dem 19. Jahrhundert wurden 1990 wieder aufgefunden und von Andreas Linnenschmidt restauriert. Zwei der Fenster werden im Heimatmuseum Sandweier gezeigt (Hl. Josef und Hl. Maximilian), die anderen vier zieren jeweils einen Raum im Kath. Gemeindehaus St. Katharina.
Die Marienkapelle ist auch nach 130 Jahren ein Ort des Gebets und der stillen Andacht.


